Gottfried Gerstbachs Himmelsvorschau Oktober 2022

Gottfried Gerstbachs Himmelsvorschau Oktober 2022

Beitragvon Laadoc » Fr 7. Okt 2022, 15:22

Liebe Mitglieder des Österreichischen Astronomischen Vereins, liebe Sternfreundinnen und -freunde!

Unser astronomischer September begann wieder beim "Picknick unter Sternen" – diesmal mit den Farben der Dämmerung, für die uns Günther Wuchterl sensibilisierte. Am 8.9. folgte mein Vortrag „Teleskope und visuelles Beobachten“, an den eine intensive Diskussion anschloss. Er wird demnächst in unsere Videothek gestellt. Sehr erfreulich war auch, dass zum Herbstbeginn im Sterngarten trotz Bewölkung über 30 Besucher kamen, deren Erwartungen Franz Vrabec überreich erfüllte und mit jahreszeitlicher Musik ergänzte.

Unsere nächsten Termine: (Anmeldung bitte bei Veranstaltungen)
• Sa 1.10., 19:30 Sterngarten: markante Mondkrater, Saturn und Milchstraße, mit Peter Reinhard. Ungewöhnliche Strukturen auf dem Erdbegleiter, Fernrohr-Blicke auf den Ringplaneten und ein Gedankenmodell unserer Galaxis. Zuletzt taucht noch Jupiter im Südosten auf.
• Sa 8.10., 8-18h Exkursion zur Univ.-Sternwarte am Schöpfl (2x1 Std. Wandern), danach Hafnerberg und Wienerwald-Museum in Eichgraben, 40€. Einige Busplätze sind noch frei, Anmeldefrist bis 3.10. verlängert.
• Do 13.10., 19h online: Astro-Basics 6, Einführung in die Spektroskopie, mit Anahi Caldú (Univ. Wien)
• Sa 15.10., 18:45 Sterngarten für Kinder und junge Forscher: Was leuchtet da am Himmel, und warum? Mit Experimenten und heiteren Quizfragen, mit Jürgen Schwingshandl und Gottfried Gerstbach
• Sa 22.10., 18:45 Sterngarten: Himmlisches Familiendrama um Andromeda, Perseus und Cassiopeia, mit Maria Pflug-Hofmayr
• Di 25.10., 11:00 bis ca.13h: Partielle Sonnenfinsternis mit verschiedensten Beobachtungsmethoden (SoFi-Brille, Lochkamera, Konkavspiegel, Projektion, Fernrohr), mit Franz Vrabec
• Fr 28.10., 19h Walfischg.12: Raketentechnik und interplanetare Raumfahrt, mit Tassilo Halbritter
• Sa 6.11., ab 10 / 11h: Wanderung am Planetenweg (große bzw. kleine Runde).

Monatliches Astro-ABC

Population: eine grobe Gliederung der Sterne nach Alter, Zusammensetzung, Anordnung im Milchstraßensystem und Bewegungsverhältnissen.
• Population 1 (Scheibenpopulation): Jüngere, sonnenähnliche Sterne, hauptsächlich in den Spiralarmen und in offenen Sternhaufen. Die größte Population, angeordnet in einem diskusförmigen Volumen mit kreisähnlichen Bahnen um das galaktische Zentrum. Die Elemente schwerer als Helium („Metalle“) machen meist 1-2% aus und stammen aus der Kernfusion früherer Sterngenerationen. In den Spektralklassen überwiegen die weißgelben bis roten Sterne F, G, K und M, weil massereichere Sterne (O, B, A) viel kurzlebiger sind.
• Population 2 (Halopopulation): ältere Sterne mit nur wenig Elementen schwerer als Helium. Teils im Halo der Kugelsternhaufen, teils in langgestreckten Ellipsen ums galaktische Zentrum bei regellos verteilten Bahnebenen. Das Halo umschließt die galaktische Scheibe und ist annähernd kugelförmig.
• Zwischenpopulation 2: Schnellläufer mit Geschwindigkeiten über 30 km/s senkrecht zur Milchstraßenebene. Sie stammen teilweise aus ehemaligen Zwerggalaxien.
• Population 3: die kleine Gruppe der ältesten Sterne, nur aus Wasserstoff und Helium bestehend. Da nur massearme Sterne so lange Lebensdauer haben, sind sie von geringer Helligkeit und nur schwer zu entdecken.
Quadrant: historisches astronomisches Instrument, hauptsächlich zur Messung von Höhenwinkeln und Sternörtern. In der einfachsten Version ein 90°-Kreisabschnitt mit Gradteilung, Kimme & Korn und einer Lotschnur, an der der Höhenwinkel abgelesen wird.
Mit einem Mauerquadranten von 3 Meter Radius konnte Tycho Brahe Ende des 16. Jahrhunderts Planeten- und Sternörter auf 0,01° genau messen.

Quasar: nach engl. quasi-stellar radio source, punktförmige kosmische Radioquellen, die erstmals um 1960 entdeckt wurden und die im sichtbaren Licht sternähnlich erscheinen. Nach heutiger Kenntnis sind es sehr weit entfernte aktive Galaxienkerne, die das restliche System stark überstrahlen. Die Strahlungsemission eines Quasars stammt von einer rotierenden Scheibe leuchtender Materie, der Akkretionsscheibe, die ein supermassives Schwarzes Loch umgibt.
Die leuchtkräftigsten Quasare erreichen bis 1014-fache Sonnenleuchtkraft. Aus der Rotverschiebung des Lichts lässt sich wegen der Expansion des Universums die Entfernung abschätzen. Erstmals konnte man das 1963 an der Radioquelle 3C 273 mit einer Rotverschiebung von 0,158 feststellen (2,4 Mrd. Lichtjahre).
Durch die großen Entfernungen der Quasare sind sie am Himmel praktisch ortsfest und werden zur Definition des astronomischen Koordinatensystems verwendet, des International Celestial Reference Frame ICRF. Diese über 4000 Quasare ersetzen seit 2009 das frühere Referenzsystem FK5 von 1600 Fundamentalsternen.

Astronomische Übersicht

Die Oktober-Abende werden im Süden von den zwei Riesenplaneten dominiert. Jupiter hatte am 26.9. Opposition, kulminiert zur Monatsmitte um etwa 23:30 MESZ und geht gegen 5 Uhr unter. Seit 2021 wanderte er von Steinbock in die Fische, unterhalb des Pegasus-Quadrats. Saturn kulminiert schon um 21 bis 20h, die Untergänge verfrühen sich von 2:30 auf 0:20 Uhr. Am 23.10. beendet er seine jährliche Schleife und steht 1 Tag still (wir bewegen uns genau auf ihn zu). Venus steht nun jenseits der Sonne, aber Merkur ist vom 5. bis 17.10. am Morgenhimmel sichtbar. Mars geht um etwa 21h auf und wird allmählich heller.
Am 25.10. ist eine partielle Sonnenfinsternis, die wir im Sterngarten von 11–13h beobachten. In Nordeuropa macht sie 3/4 aus, in Wien immerhin 30%.

Frühabends sind noch die Milchstraßen-Sternbilder von der Kassiopeia übers Sommerdreieck bis zum Schützen gut zu sehen, mit dem wunderbaren Schwan im Zenit. Die Milchstraße zieht sich quer über den Himmel von Nordost bis Südsüdwest, gefolgt vom Herbstviereck und der Andromeda. Gegen 22 Uhr kommen im Osten bereits die ersten Wintersternbilder hoch, mit Uranus im Widder und Mars im Stier.

Sonnenbahn und Dämmerung

Im Oktober verkürzt sich der helle Tag merklich von 11,7 auf 10 Stunden, der Sonnenuntergang in Wien verfrüht sich von 18:33 auf 17:37 MESZ. Die Auf- und Untergänge sind im Westen Österreichs je nach geografischer Länge später, in Innsbruck z.B. um 20 Minuten.

Anfangs ist es bereits gegen 20h MESZ völlig dunkel, und zu Monatsende währt die tiefe Nacht schon 11 Stunden. Die bürgerliche Dämmerung (Sonnentiefe 6°, Lesen im Freien möglich) dauert nun 31 Minuten, die nautische (-12°, am Meer sind Horizont und helle Sterne sichtbar) weitere etwa 36 Minuten. Der Unterschied zur astronomischen Dämmerung (siehe oben) ist aber in oder nahe einer Stadt kaum merklich – eine Folge der Lichtverschmutzung.

Der Abendhimmel im Oktober

Wenn es zur Monatsmitte bald nach 19 Uhr MESZ dunkel genug ist, sieht man im Nordwesten den Großen Wagen, dessen zwei rechte Sterne 5x verlängert zum Polarstern zeigen. Dem Schwung der Wagendeichsel nach links folgend, kommen wir zum hellgelben Arktur (α im Bärenhüter) in 20° Höhe. Der mit 37 Lichtjahren nächstgelegene Rote Riese ist neben Wega (α Lyrae, fast noch im Zenit) der hellste Stern am Nordhimmel. Links oberhalb von Arktur finden wir den schönen Halbkreis der Krone (am Stadtrand immerhin 3-4 Sterne) und darüber den unscheinbaren Herkules. Für einen Überblick können Sie hier den Herbsthimmel anklicken, oder auf unserer Homepage 20 Uhr Sternzeit. Auf den Blick nach Süden und die zwei Planeten konzentriert sich die VdS-Sternkarte.

Am frühen Abend kann man (außerhalb der Stadt) gut der Verlauf der Milchstraße verfolgen. Man sieht im Oktober am deutlichsten, dass die Ebene unserer Galaxis fast 65° quer zum Himmelsäquator verläuft: Sie zieht von Nordosten (mit Perseus und dem Himmels-W der Kassiopeia) über den Zenit (Schwan) und den Adler bis nach Südsüdosten, wo der Schütze bald untergehen wird.
Im Schwan teilt sie sich wegen dichter Staubwolken. Darunter im Adler verstärkt sich ihr linker Ast, erreicht die auffällige Schildwolke und nahe dem Horizont den Schützen, wo sich in 25.000 Lichtjahren das Zentrum unserer Galaxis verbirgt. Hier sind zahlreiche Sternhaufen und Gasnebel schon im Feldstecher zu sehen, vor allem die Messier-Objekte M 23-25, M8, 17 und 20. Doch bald verschwinden sie im Dunst des Horizonts. Weiter links im Steinbock steht heuer Saturn, südöstlich gefolgt von Jupiter in den Fischen.

Wenn es noch eine warmen Nacht gibt, nehmen Sie eine Liege und folgen mit dem Feldstecher dem Sternen-Gewimmel der Milchstraße im Schwan! Man kann hier die Tiefen des Universums erahnen und sich der Schöpfung erfreuen ... Am andern Ende des Sternenbandes im Nordosten findet man unter der Kassiopeia, auf halbem Weg zum Perseus, den Doppelsternhaufen h und χ Persei. Die rötlichen Gasnebel rund ums Bild dieser "nur" 6 Millionen alten Sterne sieht aber nur ein Infrarot-Auge.

Der Polarstern steht derzeit nur 0,6° vom Himmelsnordpol entfernt. Sein kleiner 24-Stunden-Kreis wird im Sterngarten Georgenberg durch die Lochscheibe des Nordmastes veranschaulicht. Links von Polaris dreht sich der kleine Bär langsam hinab, bis er um 2 Uhr "runterhängt". Mit dem Nokturnal hat man im Mittelalter aus dieser Drehung die Uhrzeit fürs morgendliche Stundengebet bestimmt.
In Stadtnähe sieht man freilich nur 3-7 Sterne, den Kleinen Wagen. Sie dienen als einfachster Indikator der Lichtverschmutzung: der dritthellste Stern γ hat 3.0 mag, der Sternenbogen zwischen α und β etwa 4.3 mag. Seit den 1970ern hat die zunehmende Lichterflut den Wienern nochmals 60% der Sterne gestohlen! Der nächtlichen Sicherheit dient diese Helle nicht, man meint es nur.

Gegen 23 Uhr steht das Herbstquadrat des Pegasus im Süden, wo 1995 beim Stern 51 Peg der erste Exoplanet entdeckt wurde. Unterhalb des „Himmelspferdes“ steht nun Jupiter. Nach links folgen die Andromeda (Mitte der Fünfsternreihe) und der Widder. Im Osten steigt das Sternwölkchen der Plejaden empor und darunter der Stier: Der rote Aldebaran (α Tauri) und die strahlende Capella (α im Fünfeck des Fuhrmanns) sind die Vorboten des großen Wintersechsecks. Es ist nun gleichzeitig mit dem Sommerdreieck gegenüber zu sehen und wird ein Thema der nächsten Newsletter sein.

Sichtbarkeit der großen Planeten (Daten für Wien)
• Merkur erreicht vom 3. bis 17.10. eine gute Morgensichtbarkeit mit 17-18° Sonnenabstand: 1 Stunde vor Sonnenaufgang steht er 8° hoch im Osten und wird täglich heller, bis er nach der Monatsmitte im Morgendunst verschwindet.
• Venus steht nun jenseits der Sonne (Konjunktion am 22.10.) und wird im Dezember am Abendhimmel auftauchen.
• Mars im Stier beginnt seine Oppositioneschleifesteht jenseits der Sonne und ist daher unsichtbar.
• Jupiter strahlt mit -2,5 mag aus den Fischen. Er hatte am 26.9. Opposition, kulminiert zur Monatsmitte um etwa 23:30 MESZ und geht gegen 5 Uhr unter. Er steht nun fast genau in der Verlängerung der linken Vierecksseite des Pegasus, wodurch wir seine wöchentliche Wanderung (knapp 1°) gut verfolgen können. Am 8. besucht ihn der Mond.
o Die 4 hellen Jupitermonde zeigen eine zunehmende Zahl von Schattenwürfen (20), die man am 2., 11., 18., 26. und 27.10. sogar zur Gänze verfolgen kann – im Fernrohr ab etwa 100-facher Vergrößerung.
o Auch die Verfinsterungen werden häufiger (13), das Auftauchen der Monde aus dem Jupiterschatten erfolgt seit der Opposition östlich. Abendliche Finsternisse enden bei Mond 1 am 3.10. um 23:49, am 12. um 20:12, am 19. um 22:07 und am 26. um 0:02; bei Mond 2 am 3. um 21:53, am 10. um 0:31 und am 28. um 19:08; sogar Mond 3 kommt am 1. um 22:57 an die Reihe! Beim größten Mond kann das allmähliche heller werden am deutlichsten.
• Saturn im Steinbock steht 40° rechts von Jupiter, aber mit 0,6 mag 3 Größenklassen schwächer. Am 23. wird er stationär (Umkehr der jährlichen Schleife) und geht zu Monatsende schon um 19:40 (18:40 MEZ) unter. Die Konjunktion mit dem Mond ist am 5. abends.
o Der größte Saturnmond Titan (8,6 mag) erreicht am 3. und 19.10. seine westlichen Elongationen, am 11. und 27.10. die östlichen. Die 3 nächstgrößeren Monde haben 10 bis 10,7 mag. Wegen der Schräge des Saturnsystems, auf dessen Nordseite wir bis 2024 schauen, können die Monde einige Bogenminuten ober- oder unterhalb des Planeten stehen.
• Uranus wandert langsam durch den Widder und wird am 9.11. seine Opposition erreichen. Zur Monatsmitte kulminiert er gegen 22.20 MESZ. Mit 6,0 mag ist er leicht im Feldstecher zu finden, z.B. am 12., wo der Mond um 9h 1° nördlich vorbeizieht. Abends müsste man ihn daher 6-7° rechts suchen. Im Teleskop ist das 3,7“ große Scheibchen blassgrün, während Neptun (2,5“) bläulicher ist.
• Neptun im Wassermann ist 1 Monat nach der Opposition noch 8,6 mag hell und kulminiert am 16.10. um 22:50 Uhr.
• Vesta (Kleinplanet Nr.4, 7 mag) beendet im Steinbock ihre Oppositionsschleife, 6° südlich von Deneb Algedi, und erreicht zu Monatsende den Wassermann. Juno (3, 8.5 mag) steht weiter links im Wassermann.
Mondphasen: Erstes Viertel 3.10., Vollmond 9.10., Letztes Viertel 17.10., Neumond 25.10. (Sonnenfinsternis s. oben).

Konjunktionen:
• 05.10., 18h: Mond 4,1° südlich von Saturn
• 08.10., 05h: Mond 3,1° südlich von Neptun
• 08.10., 20h: Mond 2,1° südlich von Jupiter; um 23h Abstand 2,7°
• 08.10., 23h: Merkur größte westliche Elongation (18°), bis 16. am Morgenhimmel sichtbar
• 12.10., 09h: Mond 0,8° nördlich von Uranus
• 15.10., 07h: Mond 3,6° nördlich von Mars
• 22.10., 23h: Venus in oberer Konjunktion
• 24.10., 18h: Mond 0,4° nördlich von Merkur; um 6h Abstand 5°
• 25.10., 13h: partielle Sonnenfinsternis, 10:58 bis 14:02 MESZ
• 25.10., 14h: Mond knapp südlich von Venus.
Weitere Daten (Sternbedeckungen, Kleinplaneten, Meteorströme usw.) folgen, sobald ich dafür Zeit finde.
Mit besten Grüßen,

Dr. Gottfried Gerstbach
Vorsitzender des ÖAV

• 3 Ergänzungen und 1 Korrektur
• drei Teleskope – beinahe verschenkt (siehe 2 Bilder)
• Verbleib zweier Großteleskope (siehe Newsletter 15.3.22)
• Daten über Kleinplaneten, Kometen und Meteorströme.
Zu drei der nächsten Termine:
• Statt Sa 1.10. –> Do 6.10., 19:30 Sterngarten: markante Mondkrater, Saturn und Milchstraße, mit Peter Reinhard. –> nun die zauberhafte „Regenbogenbucht“ und die tollen Kraterterrassen des Kopernikus. und nach Saturn kommt Jupiter nun früher empor.
• Sa 8.10. Exkursion zur Univ.-Sternwarte am Schöpfl: in 1-2 Tagen kommt ein Rundschreiben an die 34 Teilnehmer
• Sa 15.10., 18:45 Sterngarten für Kinder und junge Forscher, „Was leuchtet da am Himmel, und warum?“. Im Dreier-Team haben wir drei kindgerechte Experimente zu Helligkeiten und Sternentstehung entwickelt, die es weltweit noch kaum gab; Bewegungsspiele natürlich auch. Wir hoffen auf viele junge Gäste!
Und planen Sie die Sonnenfinsternis am 25.10. ein (1.Hälfte 10:58–13:00) – daheim oder im Sterngarten!
Abendhimmel im Oktober: Milchstraße und Schütze gehen natürlich im Südsüdwesten unter.


Drei kleine Newton-Spiegelteleskope mit Stativ und Sucher
wurden dem Astroverein von älteren Sternfreunden für junge Neumitglieder „mit schmaler Börse“ übergeben – so kann ich seit dem Frühjahr schon zum zweiten Mal günstige Instrumente vermitteln:
• Optus-Teleskop 76/700 mm um 30 € (~15 Jahre alt, mittel gebraucht): leichtes Stativ, azimutale Gabelmontierung, 3 Okulare 4-20mm, Umkehrokular, Mondfilter, Mondkarte, Begleitbuch, Astro-Einführung
• Ähnliches Teleskop 76/700 mm um ~40 € (noch ungeprüft, ~15 Jahre, siehe 1.Bild): leichtes Stativ, azimutale Gabelmontierung, vertikale Feinbewegung, 3 Okulare für 35x, 60x, 170x, dazu 1,5x, Begleitbuch
• Seben-Reflector 76/900 mm um 70 € (3 Jahre alt, ungebraucht, siehe Image03): gutes Stativ mit äquatorialer Montierung EQ2, Feinbewegung (biegsamen Wellen). Okularablage, weiteres Zubehör, Halterung für Smartphone (siehe 2.Bild)
Bei Interesse an Verein@astroverein.at mailen. Wenn sich mehrere für ein Teleskop interessieren, werden wir nachfragen.

Frage betr. zwei Großteleskope vom Newsletter 15.3.22:
• Hat jemand den 15-Zoll-Reflektor aus der OÖ Privatsternwarte angesehen oder gekauft?
• Hatte jemand Interesse am 10-Zoll--Dobson mit hochwertigem Zubehör um € 900,-? (Erwin Tripes, e.tripes@aon.at)
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Kleinplaneten heller als 10 mag im Oktober 2022:
• 1 Ceres (8.7 mag) im Löwen, Aufgänge für Wien im Monatsverlauf ca. 3:20 –> 1:25 MESZ
• 2 Pallas (8.6 mag) im Großen Hund, Aufgänge für Wien ca. 2:10 –> 0:20; am 9.10. nahe Sirius
• 3 Juno (8.2–> 8.8 mag) nun im Wassermann, Kulminationen ca. 23:10 MESZ –> 20:05 MEZ
• 4 Vesta (6.9 –> 7.5 mag) meist im Steinbock, zu Ende Wassermann. Am 27.10. nahe Hip.108.494
• 27 Euterpe Im Stier, ab 15.10. Kulmination 3:10 bei 9.9 mag, 31.10. im Widder 9.3 mag
• 115 Thyra im Perseus, ab 30.10. 9.9 mag
• 324 Bamberg im Perseus, 9.8–> 9.3 mag
Enge Begegnungen mit Sternen (aus Sterne und Weltraum 2022/10):
• 09.10., 06h 2 Pallas (8.6 mag) 11’ nördlich von Sirius
• 27.10., 22h 4 Vesta (7.5 mag) nur 2’ südlich von Hip.108494 (5.9-6.3 mag)
Vier Kometen heller als 12 mag (aus Sterne und Weltraum 2022/10):
• 118P Shoemaker-Levy im nördlichen Kleinen Hund, 12–> 11.5 mag
• C/2020 K1 PanStarrs in Serpens Cauda, 12.5 mag.Am 12./13.10. genau vor SAO 160.482 (6 mag)
• C/2020 V2 ZTF im Großen Bären nach Nord, 11 mag, ab Monatsmitte entlang Beta/Alfa UMa. Um den 5.10. nur 1° von NGC 3448 (11.5 mag), am 16.10. nahe bei Merak.
• C/2022 E3 ZTF von Krone zu Serpens Caput, 11–> 10 mag. 16./17.10. sehr nahe Delta CrB.
• Aufsuchkarten etc. siehe Kometarium.
Meteorströme im Oktober:
* Draconiden 6. bis 10.10., aus dem Drachenkopf, Maximum 8.10., Stärke variabel, Komet Giacobini-Zinner
* Orioniden 2.10. bis 7.11., Maximum 21.10., mittelstark, Komet Halley.
Laadoc
 
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