Zodiaklicht und Teleskoptreffen 2019

Zodiaklicht und Teleskoptreffen 2019

Beitragvon Laadoc » Di 9. Apr 2019, 10:12

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Der Frühling beherrscht das Land


Eine der klassischen heimischen Weisheiten lautet: „wenn’s passst, dann paasst’s.“ Ja und gepasst hat es!
Die Nacht vorher war zu 100% bedeckt und es hat leicht geregnet, in der Nacht danach war es wiederum stark bewölkt. Aber fürs Teleskoptreffen war das Wetter „wie bestellt“, klar, gute Transparenz und hervorragende Durchsicht. Zusätzlich sind wir von den gefürchteten Weinviertler Winden verschont geblieben.

Sie suchen die Krux?

Ja, unsere neue EQ8, die neue Montierung für unseren 14 zölligen "Levithian" hat verrückt gespielt. Egal wie oft wir ein Alignement versucht haben, jedes Mal hat es mit einem „FAILED“ geendet. Leichte Verzweiflung hat sich breit gemacht. Ich habe mich dann notgedrungen aufs fotografieren von Himmelsausschnitten beschränkt.

Jede Krise ist auch eine Chance!

Beim 2. Setting das „Goldene Tor der Ekliptik“ aufzunehmen, mit Orion als Begrenzung, der Planet Mars stand übrigens im Zentrum zwischen Pleiaden und Hyaden, hatte ich das einmalige Glück ein Zodiak Licht aufzunehmen. Gesehen habe ich es nicht. Dazu ist es zu schwach gewesen. Aber durch das Staken von 8 Aufnahmen ist es deutlich sichtbar geworden. Bekanntlich zeigt die Astrofotografie was vorhanden, aber mit freiem Auge nicht sichtbar ist.

Wikipedia klärt auf:
Das Zodiakallicht (gr. ζῳδιακός zodiakós ‚Tierkreis‘), auch Tierkreislicht genannt, ist eine schwach leuchtende permanente Erscheinung längs der Ekliptik in der Zone des Zodiaks. Sofern am Nachthimmel nicht überstrahlt, kann das astronomische Phänomen als diffuser, horizontnah breiterer Lichtkegel wahrgenommen werden. Das Zodiakallicht entsteht durch Reflexion und Streuung von Sonnenlicht an Partikeln der interplanetaren Staub- und Gaswolke, welche die Sonne als dünne Scheibe in der Planetenebene ringförmig umgibt.
Der zodiakale Lichtschein umspannt den gesamten Himmel entlang der Ekliptik. Sein wenige Grad um die Sonne herum gelegener Bereich wird als F-Korona bezeichnet. Ihr schließt sich jeweils das Hauptlicht des Zodiakallichts an, keilförmig abnehmend. Dieses geht über in die sehr lichtschwache schmale Lichtbrücke, die zum etwas breiteren und wenig helleren Gegenschein führt – nahe dem Sonnengegenpunkt. Ringsum verbindend wird die schwache bandförmige Aufhellung auch Zodiakal(licht)band genannt.
In sehr klaren Nächten ist das Zodiakallicht diffus und schwach leuchtend über dem Horizont als schräg oder steil stehender Streifen zu sehen. Das zodiakale Hauptlicht wird etwa mit Ende der astronomischen Dämmerung im Westen sichtbar; es verschwindet im Osten, indem es von der beginnenden Morgendämmerung überstrahlt wird.
Das Zodiakallicht kann das ganze Jahr über zu beobachten sein, vorausgesetzt es besteht ein hinreichender Abstand von künstlichen Lichtquellen und der durch sie verursachten Lichtverschmutzung. In gemäßigten Breiten gelingt es am besten im Frühling nach der Abenddämmerung, im Herbst vor Beginn der Morgendämmerung.


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Das Zodiak Licht strahlt direkt auf den Mars, zwischen den Sternhaufen der Pleiaden und Hyaden


Aber die Geschichte hat noch kein Ende. Weitere Gäste kamen und mit ihnen auch Manfred Greher. Unser Retter des Abends, wie sich bald herausstellen sollte.

Wir haben beim Einschalten der EQ8 das Datumformat nicht berücksichtigt und tt.mm.jj eingegeben und nicht das programmierte amerikanische Format mm.tt.jj.

Diesen Fehler macht man nur einmal, denn ab sofort weiß man wie es gehen muss. Ab diesem Moment ist einem gelungenen Beobachten mit dem 14 Zöller nichts mehr im Wege gestanden.

Ja und kräftig fotografiert ist an fast allen Teleskopen geworden.

Leider haben wir unsere Freunde aus Leitzersdorf vermissen müssen. Na, vielleicht klappt es das nächste Mal.

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Blick nach Norden, über gesamte mährische Tiefebene


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Arcturus mit Sternbild Bootes (Fuhrmann)


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Der Morgen danach


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Die Sonne "quält" sich durch die Wolkendecke am Morgen danach.
Laadoc
 
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